Speeddating Stellenanzeige – warum der erste Blick entscheidend ist

Speeddating Stellenanzeige – warum der erste Blick entscheidend ist 3

… und welchen Anteil unser Reptiliengehirn daran hat, Wunschkandidaten zu erreichen und zur Bewerbung zu aktivieren.

Drei, zwei, eins, meins“ – lau­tet eine bekann­te Wer­be­bot­schaft, die auf den Punkt bringt, was man übers Mar­ke­ting wis­sen muss. Denn drei Sekun­den rei­chen unse­rem Gehirn aus, um zu ent­schei­den, ob wir uns in das Gegen­über, das wir gera­de ken­nen­ge­lernt haben, ver­lie­ben könn­ten. Oder ob wir ein Pro­dukt haben wol­len, kos­te es, was es wol­le. Schon der Bruch­teil einer Sekun­de kann zudem aus­rei­chen, um eine Ent­schei­dung zu tref­fen, ob wir uns mit einem Sin­nes­ein­druck ein­ge­hen­der beschäf­ti­gen wol­len oder nicht. Und das gilt nicht nur in der Lie­be oder in der Pro­dukt­wer­bung –  es betrifft auch Ihre Stel­len­an­zei­gen und fol­ge­rich­tig daher deren Gestal­tung. 

Zum Handeln aktivieren

Schließ­lich müs­sen Ihre Stel­len­aus­schrei­bun­gen erst ein­mal posi­tiv wahr­ge­nom­men wer­den, bevor sie gele­sen oder aus­gie­big stu­diert wer­den. Und der Bewer­ber muss durch die Gestal­tung der Anzei­ge dazu gebracht wer­den, die gewünsch­ten Hand­lun­gen aus­zu­füh­ren, näm­lich

  • die Stel­len­an­zei­ge grund­sätz­lich zu beach­ten und zu lesen.
  • die eige­nen Fähig­kei­ten mit den dar­in erwähn­ten Kom­pe­ten­zen zu ver­glei­chen und zu bewer­ten.
  • Vor­stel­lun­gen zu akti­vie­ren, wie es wäre, in Ihrem Unter­neh­men zu arbei­ten.
  • aktiv zu wer­den und sich um die vakan­te Stel­le zu bewer­ben.

Unser Unterbewusstsein entscheidet

Bevor die­se Hand­lungs­ket­te aus­ge­löst wird, trifft unser Kopf jedoch voll­kom­men unter­be­wußt eine Ent­schei­dung, indem es eine von drei Optio­nen aus­wählt:

  • Es bewer­tet einen Reiz (hier die Wahr­neh­mung Ihrer Anzei­ge) als gefähr­lich, absto­ßend oder lang­wei­lig und ver­sucht ent­spre­chend, ihm zu ent­kom­men. Was bedeu­ten wür­de: Ihre Anzei­ge wird nicht gele­sen und/oder aus­sor­tiert.
  • Es bewer­tet den Reiz neu­tral und weiß nicht so recht, wie es dar­auf reagie­ren soll. Ihre Anzei­ge löst also Unschlüs­sig­keit und Abwar­ten aus.
  • Es bewer­tet den Reiz als span­nend, neu, infor­ma­tiv, wich­tig oder unter­halt­sam: Ihre Anzei­ge wird gele­sen und gege­be­nen­falls in der gewünsch­ten Wei­se beant­wor­tet, also durch eine Bewer­bung.

Damit es zu einer posi­ti­ven Bewer­tung kommt, ist es wich­tig, eine ent­spre­chen­de Akti­vi­tät im Hirn aus­zu­lö­sen. Das gesam­te Gesche­hen ist so kom­plex, dass ich es hier nicht wei­ter aus­füh­ren möch­te – wir kämen sonst nicht drum­her­um, uns mit Begrif­fen wie Tha­la­mus, For­ma­tio reti­cu­la­ris, auf­stei­gen­des reti­ku­lä­res Akti­vie­rungs­sys­tem (ARAS) und der­glei­chen mehr zu befas­sen.

Das Hirn zum Ticken, den Kreislauf in Schwung bringen: Was gute Stellenanzeigen bewirken

Blei­ben wir statt­des­sen lie­ber bei den Erkennt­nis­sen, die sich aus die­sen gut erforsch­ten neu­ro­na­len Net­zen ablei­ten las­sen, da sie spe­zi­ell für das Mar­ke­ting und für die wer­be­wirk­sa­me Anzei­gen­ge­stal­tung von beson­de­rer Bedeu­tung sind.

Zu den Haupt­auf­ga­ben unse­res Gehirns gehört es, unser Über­le­ben zu sichern. Des­halb ist es per­ma­nent im Wach­zu­stand bestän­dig damit beschäf­tigt, die vie­len Infor­ma­tio­nen, die um unse­re Auf­merk­sam­keit buh­len, nach ihrer Bedeu­tung zu sich­ten, zu gewich­ten und nach Rele­vanz zu fil­tern . Das Hirn fragt nicht, was es alles so gibt, son­dern fragt gezielt nach, was es braucht, um eine bestimm­te Auf­ga­be lösen zu kön­nen oder ein bestimm­tes Ziel zu errei­chen.

Reizen Sie die Möglichkeiten der Wahrnehmung aus – auf angenehme Weise

Wel­che Rei­ze es wahr­nimmt, ist daher zum einen davon abhän­gig, vor wel­che Her­aus­for­de­rung es sich gera­de gestellt sieht. Zum ande­ren ist die Reiz­in­ten­si­tät von Bedeu­tung. Je stär­ker ein Reiz auf uns ein­wirkt, des­to wacher wer­den wir – bis zu einem bestimm­ten Punkt emp­fin­den wir das als ange­nehm. Wird jedoch eine Gren­ze über­schrit­ten, beginnt es zu schmer­zen.

Der Grad, an dem wir einen Reiz noch als ange­nehm oder schon als unan­ge­nehm emp­fin­den, dif­fe­riert von Per­son zu Per­son. Den­noch lässt sich zunächst ein­mal fest­hal­ten:  Wenn Sie es nicht schaf­fen, das Hirn zum Ticken und den Herz­schlag zum schnel­le­ren Pochen zu brin­gen, kön­nen Sie das Geld, das Sie in die Stel­len­an­z­ei­gen­schal­tung inves­tie­ren wol­len, auch gleich zum Fens­ter hin­aus­wer­fen. 

Gute Stel­len­an­zei­gen­ge­stal­tung bringt das Herz in Wal­lung, aber das Blut nicht zum Über­ko­chen. Schlech­te Stel­len­an­zei­gen signa­li­sie­ren dem Hirn, dass es hier viel­leicht nicht an einem Risi­ko, ganz sicher aber an Lan­ge­wei­le ster­ben wird.

Auf das Aktivationsniveau kommt es an

Als Gra­fik-Desi­gner befas­se ich mich bereits im drit­ten Jahr­zehnt mit den unter­schied­li­chen Ziel­grup­pen und der Akti­vie­rung posi­ti­ver visu­el­ler Rei­ze.  Denn ob Ihre Stel­len­an­zei­ge oder Wer­be­an­zei­ge tat­säch­lich die gewünsch­te Wir­kung erzielt oder ob sie ein Schat­ten­da­sein fris­tet, hängt wesent­lich davon ab, ob sie im Bruch­teil einer Sekun­de etwas im Betrach­ter aus­löst, was die­ser als posi­tiv bewer­tet.  Ist dies der Fall, beginnt er die Anzei­ge ein­ge­hen­der zu stu­die­ren. Jetzt ist es nicht mehr die rei­ne Gestal­tung, son­dern es sind die Bot­schaf­ten und Bil­der (auch als Wort-Bil­der zu ver­ste­hen), die ihn begeis­tern müs­sen.

Im drit­ten Schritt muss es dann gelin­gen, Ihren poten­zi­el­len Bewer­ber dazu zu brin­gen, sich selbst inner­halb Ihres Unter­neh­mens zu ver­or­ten. Bringt er oder sie die benö­tig­ten Fähig­kei­ten mit? Was wird kon­kret sei­ne Auf­ga­be in Ihrem Unter­neh­men sein? Wie wird sein Ver­hält­nis zu den Kol­le­gen sein? Wie sieht sein Arbeits­platz aus? Ent­ste­hen posi­ti­ve Bil­der, wird aus dem Inter­es­sen­ten mit hoher Wahr­schein­lich­keit ein Bewer­ber. Kann er dage­gen kei­ne Bewer­tung vor­neh­men oder fällt sie nega­tiv aus, haben Sie die Chan­ce ver­passt, die Stel­le zu beset­zen (wenn es sich denn um einen prin­zi­pi­ell geeig­ne­ten Kan­di­da­ten han­del­te).

Zusam­men­ge­fasst: Ent­schei­dun­gen wer­den sel­ten auf­grund von Infor­ma­tio­nen getrof­fen, aber eben auch nicht „aus dem Bauch“ her­aus. Sie sind das Ergeb­nis einer Akti­vi­tät, die von unse­rem guten alten Rep­ti­li­en­ge­hirn eben­so gesteu­ert wird, wie von unse­ren Erfah­run­gen und unse­rer Wahr­neh­mung.

Wir­ken Sie durch eine attrak­ti­ve Stel­len­an­zei­gen­ge­stal­tung dar­auf ein, dass die Ent­schei­dung erwünsch­ter Stel­len­be­wer­ber zu Ihren Guns­ten aus­fällt. Wie Sie Ihre Anzei­gen gestal­ten und mit wei­te­ren Aktio­nen kom­bi­nie­ren, die zu opti­ma­ler Akti­vie­rung Ihrer Wunsch­kan­di­da­ten führt, bespre­che ich gern per­sön­lich mit Ihnen.

Rufen Sie mich ein­fach an, Sie errei­chen mich unter 0 99 05 – 707 85 80.

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