Auszubildende, Lehrlinge, Azubis finden

Wirtschaft findet nicht mehr genug Lehrlinge

Titelt im Juli 2011 die WELT. Anfang des 21. Jahr­hun­derts scheint es für Unter­neh­men im deutsch­spra­chi­gen Raum schwer zu sein Aus­zu­bil­den­de, Lehr­lin­ge, Azu­bis zum Beset­zen von Aus­bil­dungs­plät­ze zu fin­den. Die Online­aus­ga­be der WELT zählt 60.000 unbe­setz­te Lehr­stel­len auf.

Was sagt Google zum Thema ”Auszubildende suchen und finden”?

Wenn ich die gene­ri­sche Goog­le Suche mit den ent­spre­chen­den Such­be­grif­fen auf­ru­fe, scheint das Pro­blem schon län­ger zu exis­tie­ren, auch wenn es zur­zeit, laut aktu­el­ler Medi­en­be­rich­te fast dra­ma­ti­sche Aus­ma­ße ange­nom­men hat.

Auszubildende, Lehrlinge, Azubis finden wird schwierig

Aus­zu­bil­den­de, Lehr­lin­ge, Azu­bis fin­den wird schwie­rig

Hier ein Blick auf die Anzahl der Web­sei­ten, die Goog­le zu den ent­spre­chen­den Such­wort-Kom­bi­na­tio­nen fin­det.

  • Azu­bis fin­den” = 5.400 Tref­fer
  • Aus­zu­bil­den­de fin­den” = 7.500 Tref­fer
  • Lehr­lin­ge fin­den” = 7.500 Tref­fer

Bei die­ser Such­an­fra­ge wur­de die Such­wort-Kom­bi­na­ti­on in An- und Abfüh­rungs­zei­chen gesetzt, damit das Tref­fer­ergeb­nis rele­vant bleibt und nicht Mil­lio­nen Web­sei­ten ange­zeigt wer­den, nur weil zufäl­lig die jewei­li­gen Wör­ter irgend­wo auf der Inter­net­sei­te stehen.Bei dem Such­tref­fer­ergeb­nis ist inter­es­sant, dass der alt ein­ge­bür­ger­te Begriff des Lehr­lings die glei­che Ver­wen­dungs­häu­fig­keit auf­weißt, wie Aus­zu­bil­den­der und sogar mehr als das Äqui­va­lent zu Lehr­ling — die umgangs­sprach­li­che Abkür­zung Azu­bi. Die deut­sche Spra­che lässt sich nicht so leicht mani­pu­lie­ren, wie es so manch poli­tisch kor­rek­ter Ver­bands­be­schluss wohl ger­ne hät­te.

Wer­fen wir zusätz­lich einen Blick auf Goog­le Trends, also der his­to­ri­schen Ana­ly­se der Such­ab­fra­gen, wird die­se Ent­wick­lung bestä­tigt. Die Zahl der Such­an­fra­gen nach Aus­zu­bil­den­den blieb über die Jah­re fast iden­tisch, die Such­an­fra­gen nach einem Aus­bil­dungs­platz haben jedoch abge­nom­men, obwohl die Inter­net­nut­zung inner­halb der Bevöl­ke­rung ansteigt. Dies ist jeden­falls mei­ne Inter­pre­ta­ti­on der Gra­phen. Sta­tis­ti­ker, die hier kor­ri­gie­ren­de, fun­dier­te Ana­ly­sen lie­fern kön­nen, nut­zen bit­te die Kom­men­tar­funk­ti­on.

Google Trend | Auszubildende VS Ausbildungsplatz

Goog­le Trend | Aus­zu­bil­den­de VS Aus­bil­dungs­platz

Welchen ersten Lösungsansatz gibt es für diesen Auszubildenden-Engpass?

Also, was kön­nen Betriebs­in­ha­ber, Hand­wer­ker, Dienst­leis­ter oder Per­so­nal­chefs für Stra­te­gi­en ent­wi­ckeln, um doch an die begehr­ten bzw. benö­tig­ten Aus­zu­bil­den­den zu gelan­gen? Wie immer bei sol­chen Her­aus­for­de­run­gen mit kom­ple­xen Ursa­chen, hilft es mehr­glei­si­ge Lösungs­an­sät­ze zu ver­wen­den.

Zuerst soll­te dem Unter­neh­mer klar sein, wel­che Qua­li­tä­ten der Nach­wuchs mit­brin­gen soll­te, damit die Eigen­schaf­ten der zu beset­zen­den Aus­bil­dungs­stel­le (Berufs­bil­des) gut mit der Per­sön­lich­keits­struk­tur des Jugend­li­chen weit­ge­hend über­ein­stimmt. Idea­ler­wei­se fixiert man die­se Anfor­de­run­gen schrift­lich in ein Bewer­ber­pro­fil. Nur wer weiß, was er sucht, kann auch fin­den, was er benö­tigt. Wie im rich­ti­gen Leben halt.

Unter­stüt­zend hilft es exis­tie­ren­de Netz­werk­kon­tak­te der Hand­werks­kam­mern, der Indus­trie- und Han­dels­kam­mern, sowie der ört­li­chen Schul­be­hör­den zu nut­zen. Immer wie­der von Erfolg gekrönt sind um Aus­bil­dungs­plät­ze wer­ben­de Ver­an­stal­tun­gen, wie eine Betriebs­mes­se in den regio­na­len Haupt- oder Real­schu­len oder ein betriebs­ei­ge­ner Tag der offe­nen Tür für inter­es­sier­te Schul­ab­gän­ger. So wer­den leicht gedank­li­che Hemm­nis­se zum Unter­neh­men, gera­de auf­sei­ten der alters­be­dingt unsi­che­ren und wenig selbst­be­wuss­ten Schul­ab­gän­ger abge­baut. Es exis­tie­ren natur­ge­ge­ben Berüh­rungs­ängs­te zu die­ser unbe­kann­ten und somit frem­den Arbeits­welt.

Die benö­tig­ten Adres­sen und Kon­takt­per­so­nen fin­den Sie wie­der­um bei Goog­le. Suchen Sie nach “Haupt­schu­le + Ihr Ort” oder “IHK + Ihr Land­kreis”. Berufs­mes­se, Azu­bi-Tage, Berufs­prak­ti­kum sind eben­falls Schlüs­sel­wör­ter, die Ihnen wei­te­re Wis­sens­quel­len erschlie­ßen.

Nut­zen Sie die hier genann­ten und bei Goog­le gefun­de­nen Infor­ma­tio­nen mit wei­ter­füh­ren­den Gesprä­chen mit ein­zel­nen Per­so­nen. Tau­schen Sie sich mit Ihren Geschäfts­part­nern aus, stel­len Sie fra­gen und nut­zen Sie die häu­fig von den offi­zi­el­len Stel­len ange­bo­te­ne Unter­stüt­zung.