12 Tipps: Gute Gestaltung von Stellenanzeigen und Stellenausschreibungen

12 Tipps gute Gestaltung von Stellenanzeigen und Stellenausschreibungen

Die Suche nach qua­li­fi­zier­ten und geeig­ne­ten Bewer­bern ist für vie­le Unter­neh­men zu einer gro­ßen Her­aus­for­de­rung gewor­den. Umso wich­ti­ger ist es, dass Sie sich bei allen Maß­nah­men des Per­so­nal­mar­ke­tings sehr pro­fes­sio­nell und attrak­tiv präsentieren.

Mit den fol­gen­den 12 Tipps für eine gute Gestal­tung von Stel­len­an­zei­gen und Stel­len­aus­schrei­bun­gen erfah­ren Sie, auf wel­che Details Sie bei der Erstel­lung von Stel­len­an­zei­gen und Stel­len­aus­schrei­bun­gen ach­ten sollten.

1. Die Gestaltung Ihrer Stellenanzeige muss Emotionen wecken

Die Gestal­tung der Stel­len­an­zei­ge ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung, wenn Sie die gewünsch­te Wir­kung erzie­len wol­len. Set­zen Sie des­halb auf Eye­cat­cher, die das Unter­be­wusst­sein anspre­chen und damit das soge­nann­te Rep­ti­li­en­ge­hirn akti­vie­ren. Denn nur wenn Ihre Stel­len­an­zei­ge die Auf­merk­sam­keit des Bewer­bers erregt, haben Sie eine Chan­ce, dass er sich mit der aus­ge­schrie­be­nen Stel­le aus­ein­an­der­set­zen möch­te. Eine anspre­chen­de Lay­out­ge­stal­tung sowie eine anspre­chen­de Bild­spra­che sind Pflicht und nicht Kür für Ihr Per­so­nal­mar­ke­ting mit Prin­t­an­zei­gen oder Social Media Bannern.

2. Maximal 30 % Textanteil in der Stellenanzeige

Eine über­la­de­ne Stel­len­an­zei­ge ist wenig anspre­chend und schreckt poten­zi­el­le Bewer­ber ab. Ver­zich­ten Sie daher auf unnö­ti­gen Text-Bal­last und kon­zen­trie­ren Sie sich auf das Wesent­li­che. 

Zu viel Text wirkt unüber­sicht­lich und führt zu einem unüber­sicht­li­chen Lay­out. Weni­ge Text­in­for­ma­tio­nen mit den essen­zi­ell wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen ist opti­mal. Die sons­ti­ge Anzei­ge­flä­che soll­te aus Weiß­raum und gra­fi­sche-bild­ge­ben­der Gestal­tung bestehen, damit wie­der mei­ne Emp­feh­lung bei Tipp Nr. 1 zur Wir­kung kom­men kann.

Ver­wei­sen Sie direkt auf die aus­führ­li­che Stel­len­aus­schrei­bung auf Ihrer Kar­rie­re-Web­site. Inter­es­sier­te Stel­len­be­wer­bern wer­den vor einer Bewer­bung immer Ihre Unter­neh­mens-Web­site besu­chen, um sich über Sie als mög­li­chen neu­en Arbeit­ge­ber zu informieren.

3. Gute Typografie – ein wichtiges Gestaltungselement

Eine gute Typo­gra­fie ist ein wich­ti­ges Gestal­tungs­ele­ment für die pro­fes­sio­nel­le Gestal­tung von Stel­len­an­zei­gen, da sie die Les­bar­keit der Stel­len­an­zei­ge und die Infor­ma­ti­ons­struk­tur des Tex­tes verbessert.

Lese­freund­li­che Schrift­ar­ten und aus­rei­chend Weiß­raum sor­gen dafür, dass die Infor­ma­tio­nen schnell erfasst wer­den können. 

Außer­dem schafft eine seriö­se Schrift Ver­trau­en und ver­leiht der Anzei­ge einen pro­fes­sio­nel­len Cha­rak­ter. Ver­spiel­te Schrift­ar­ten soll­ten daher ver­mie­den wer­den, da sie eher unpro­fes­sio­nell wir­ken. Kur­si­ve Schrift­ar­ten soll­ten nur dann in Über­schrif­ten ver­wen­det wer­den, wenn sie gut zur aus­ge­schrie­be­nen Stel­le pas­sen oder ein nicht zu förm­li­cher Ein­druck ver­mit­telt wer­den soll. Hilf­reich z. B. bei der Suche nach Auszubildenden.

Es soll­te klar sein, dass eine Stel­len­an­zei­ge für einen Chef­arzt ein ande­res Schrift­bild erfor­dert als z.B. eine Lehr­stel­len­an­zei­ge für einen Elektriker.

4. Wenige Schriftgrößen

Schrift ist ein wesent­li­ches Gestal­tungs­ele­ment für Stel­len­an­zei­gen, da sie, bei kor­rek­ter Ver­wen­dung die Infor­ma­tio­nen über­sicht­lich und klar struk­tu­riert dar­stel­len kann.

Durch die Ver­wen­dung ver­schie­de­ner Schrift­grö­ßen kann eine Hier­ar­chie erzeugt wer­den, wodurch die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen, wie zum Bei­spiel die gesuch­te Posi­ti­on, sofort erfass­bar sind. Aus genau die­sem Grund soll­te eben der aus­ge­schrie­be­nen Stel­len bzw. Berufs­be­zeich­nung die größ­te Schrift­grö­ße zuge­ord­net sein, so kann jeder der Ihre Stel­len­an­zei­ge ent­deckt, sofort erken­nen, wel­che beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on gesucht wird.

Ins­ge­samt soll­ten nicht mehr als drei unter­schied­li­che Schrift­grö­ßen ver­wen­det wer­den, um ein optisch anspre­chen­des Ergeb­nis zu erzie­len. 

Die Schrift ist ein wesent­li­ches Gestal­tungs­ele­ment für Stel­len­an­zei­gen, da sie, rich­tig ein­ge­setzt, Infor­ma­tio­nen klar und über­sicht­lich dar­stel­len kann.

Durch die Ver­wen­dung unter­schied­li­cher Schrift­grö­ßen kann eine Hier­ar­chie geschaf­fen wer­den, wodurch die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen, wie z. B. die gesuch­te Stel­le, sofort erfasst wer­den kön­nen. Aus die­sem Grund soll­te die größ­te Schrift­grö­ße der aus­ge­schrie­be­nen Stel­le bzw. der Stel­len­be­zeich­nung zuge­ord­net wer­den, damit jeder, der Ihre Stel­len­an­zei­ge ent­deckt, sofort erken­nen kann, wel­che beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on gesucht wird.

Ins­ge­samt soll­ten nicht mehr als drei ver­schie­de­ne Schrift­grö­ßen ver­wen­det wer­den, um ein visu­ell anspre­chen­des Ergeb­nis zu erzielen. 

5. Weißraum – mit das wichtigeste Gestaltungselement

Der Weiß­raum ist der nicht bedruck­te Bereich in einem Lay­out­ent­wurf. Der Weiß­raum ist ein ele­men­ta­rer Bestand­teil, da er die Über­sicht­lich­keit sowie die Attrak­ti­vi­tät des Gesamt­ent­wurfs erhöht und dazu bei­trägt, dass der dar­in ent­hal­te­ne Text schnel­ler und leich­ter zu lesen ist.Der Weiß­raum lässt den Text­in­halt weni­ger gedrängt und ver­krampft erschei­nen, was für den Leser ange­neh­mer ist.6. Stel­len­be­zeich­nung hervorheben!

6. Stellenbezeichnung hervorheben!

Die Stel­len­be­zeich­nung wird immer groß und her­vor­ge­ho­ben dar­ge­stellt. Dies soll sicher­stel­len, dass der Leser sofort ver­steht, wel­che Art von Qua­li­fi­ka­ti­on für die ange­ge­be­ne Stel­le erfor­der­lich ist. Die Stel­len­be­zeich­nung ist die wich­tigs­te Infor­ma­ti­on in einer Stel­len­an­zei­ge und soll­te daher in der größt­mög­li­chen Schrift­grö­ße geschrie­ben werden.

7. Verwenden Sie Zwischenüberschriften

Ein über­sicht­li­che Text­for­ma­tie­rung Ihrer Stel­len­aus­schrei­bung ist wich­tig. Um sicher­zu­stel­len, dass Ihre Stel­len­aus­schrei­bung die­ses Ziel erreicht, soll­ten Sie Zwi­schen­über­schrif­ten verwenden.

Zwi­schen­über­schrif­ten hel­fen, den Inhalt Ihrer Stel­len­aus­schrei­bung zu struk­tu­rie­ren und machen sie für den Leser leich­ter verständlich.

So kön­nen poten­zi­el­le Bewer­ber leich­ter erken­nen, ob die aus­ge­schrie­be­ne Stel­le wirk­lich zu ihnen passt. Eine gute Text­struk­tur erleich­tert es Schnell- und Quer­le­sern zu ent­schei­den, ob die aus­ge­schrie­be­ne Stel­le es wert ist, den gesam­ten Text der Stel­len­an­zei­ge zu lesen.

Hilf­reich sind daher Zwi­schen­über­schrif­ten, kur­ze Absät­ze, aus­rei­chen­der Zei­len­ab­stand und maxi­mal 3–5 Auf­zäh­lungs­punk­te in Listen.

8. Entwicklungspotenzial für Stellenbewerber aufzeigen

Die Fra­ge der beruf­li­chen Ent­wick­lung ist für poten­zi­el­le Bewer­ber ein wich­ti­ger Fak­tor bei der Suche nach einer neu­en Stel­le. Um die Attrak­ti­vi­tät Ihrer Stel­le zu erhö­hen, soll­ten Sie bereits in der Aus­schrei­bung ers­te Hin­wei­se oder genaue­re Infor­ma­tio­nen dar­über geben, inwie­weit sich der Bewer­ber in sei­ner neu­en Posi­ti­on wei­ter­ent­wi­ckeln kann.

Dazu gehö­ren sowohl inter­ne Schu­lun­gen und Semi­na­re als auch exter­ne Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten. Auch das Ange­bot von Men­to­ring-Pro­gram­men kann für den poten­zi­el­len Bewer­ber ein wich­ti­ger Hin­weis auf Ihr Unter­neh­mens­pro­fil sein.

Oder suchen Sie eine Per­son, die mit beruf­li­chem Still­stand gut zurechtkommt?

9. Gehaltsspanne immer angeben

Laut einer Stu­die des Ifo-Insti­tuts beant­wor­ten immer mehr Arbeit­ge­ber die Fra­ge nach dem Gehalt erst im Vor­stel­lungs­ge­spräch. Dies ist jedoch ein gro­ßer Feh­ler. Denn die Zei­ten, in denen Arbeit­ge­ber erst im letz­ten Moment mit dem neu­en Mit­ar­bei­ter über die Gehalts­span­ne spre­chen konn­ten, sind vorbei.

Heut­zu­ta­ge, bei der kri­ti­schen Arbeits­platz­si­tua­ti­on in vie­len Bran­chen, sind die Unter­neh­men in der Bring­schuld. Außer­dem haben Stu­di­en gezeigt, dass sich mehr Men­schen bewer­ben, wenn eine Gehalts­span­ne ange­ge­ben wird. Daher ist es wich­tig, dass Sie als Arbeit­ge­ber von Anfang an offen über das Gehalt spre­chen und Ihre Erwar­tun­gen klar kom­mu­ni­zie­ren. Nur so kön­nen Sie den rich­ti­gen Bewer­ber für Ihre Stel­le finden.

10. Verzichten Sie auf typische Peinlichkeiten

Ach­tung Sarkasmus-Modus.

Vie­le Stel­len­an­zei­gen und Aus­schrei­bungs­tex­te sind das Geld nicht wert, das für die Ver­öf­fent­li­chung in Zei­tun­gen, Fach­zeit­schrif­ten, auf Online-Job­bör­sen oder in beruf­li­chen Netz­wer­ken bezahlt wer­den muss.

Stel­len­su­chen­de müs­sen immer wie­der die glei­chen For­mu­lie­run­gen, ver­meint­lich coo­le Phra­sen und Sät­ze lesen, die von ver­ant­wort­li­chen Per­so­na­lern in Unter­neh­men man­gels eige­ner Krea­ti­vi­tät scham­los aus den Stel­len­aus­schrei­bungs­tex­ten der Kon­kur­renz über­nom­men wur­den. Kos­tet nichts. Fällt nie­man­dem auf. Passt.

Sol­len sich gute, ver­än­de­rungs­be­rei­te Mit­ar­bei­ter davon inspi­rie­ren las­sen? Oder eher nur die jun­gen, dyna­mi­schen Team­play­er, die sich vor allem auf den Obst­korb in der Tee­kü­che freu­en und auf abge­dro­sche­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on stehen?

Aber nein. Hin und wie­der wird man inno­va­tiv in der Anspra­che der in Fra­ge kom­men­den Kan­di­da­ten. Da setzt man lie­ber auf 8–12 Auf­zäh­lungs­punk­te mit maxi­mal 3–5 Wör­tern pro Zei­le. Auch die Über­schrif­ten geben kei­nen Anlass zur Zweideutigkeit.

  • Wir sind!
  • Wir erwar­ten!
  • Sie kön­nen!

Kurz, prä­gnant, kon­zen­triert. Nur die har­ten Fak­ten. Es liest sowie­so nie­mand mehr. Egal, ob Sie eine Hilfs­kraft suchen, die Rega­le ein­räumt, oder ein nerdi­ger Softwareentwickler.

Unnö­ti­ges Geschwa­fel wird ver­hin­dert. Ist doch sowie­so alles klar, oder?

Aber wer die gefrag­te Fähig­keit besitzt als Deng­lish-Spea­ker den Text zu stuf­fen, macht ihn awesome.

Da wer­den total­ly cool eng­li­sche Buz­z­words publi­ziert, damit die Com­pa­ny einen welt­män­ni­schen und inter­na­tio­na­len Flair erhält und der CEO hap­py ist.

Schließ­lich haben Sie ja etwas zu bie­ten! Auf jeden Fall. Eine offe­ne Stel­le. Wow!

Nun wie­der ernst­haft und zum bekann­ten Personalmangel.

Inves­tie­ren Sie mehr Ener­gie in das Tex­ten Ihre Stel­len­aus­schrei­bung. Wer mehr Gedan­ken­en­er­gie in sei­ne Stel­len­aus­schrei­bung steckt, bekommt mehr Hand­lungs­en­er­gie zurück. Tex­ten von Stel­len­aus­schrei­bun­gen ist kein Selbst­läu­fer oder ein Perpetuum-Mobile!

Dele­gie­ren Sie die­se anspruchs­vol­le Auf­ga­be an erfah­re­nen HR-Tex­ter. Denn eine Stel­len­aus­schrei­bung ist heut­zu­ta­ge eher eine Bewer­bung Ihres Unter­neh­mens an den zukünf­ti­gen Mitarbeiter.

Eine gut gestal­te­te Stel­len­an­zei­ge ist zusätz­lich eine auf­merk­sam­keits­star­ke Image­an­zei­ge mit vie­len Blick­kon­tak­ten und damit einer hohen Reichweite.

Und man weiß nie, wer einem Fami­li­en­mit­glied, einem guten Freund oder einem Bekann­ten Ihr Stel­len­an­ge­bot emp­feh­len könnte.

11. Handlungsaufforderung: „So beenden Sie den Stellenausschreibungstext richtig!“

Nach­dem Sie mit einer anspre­chen­den Stel­len­be­schrei­bung die Neu­gier des poten­zi­el­len Bewer­bers geweckt haben, soll­ten Sie den Text mit einer kon­kre­ten Hand­lungs­an­wei­sung und dem Ziel abschließen.

Die­se könn­te zum Bei­spiel lau­ten: “Besu­chen Sie jetzt unse­re Kar­rie­re­sei­te und ler­nen Sie Ihren neu­en Job direkt in unse­rem Videobe­richt ken­nen.” So lei­ten Sie Ihren Stel­len­in­ter­es­sen­ten gezielt auf den nächs­ten Schritt – die Bewer­bung – hin.

12. Bewerbung leicht gemacht – so funktioniert

Auf Ihrer Unter­neh­mens- oder Kar­rie­re­web­site soll­ten Sie es dem poten­zi­el­len Bewer­ber so ein­fach wie mög­lich machen, eine Bewer­bung abzuschicken.

Pos­ta­li­sche Bewer­bun­gen sind nicht mehr zeit­ge­mäß. Oder soll Ihr Unter­neh­men den Ein­druck erwe­cken, in einer Zeit­schlei­fe des letz­ten Jahr­tau­sends ste­cken geblie­ben zu sein?

Las­sen Sie die Digi­ta­li­sie­rung auch in Ihrem Unter­neh­men Ein­zug hal­ten! Wie wäre es z.B. mit einer Vor­qua­li­fi­zie­rung des Bewer­bers bei der Online-Bewer­bung über einen vor­ge­schal­te­ten Online-Fra­ge­bo­gen? Durch die Opti­mie­rung des Bewer­bungs­pro­zes­ses spa­ren Sie Zeit für wich­ti­ge Aufgaben.

Personalsuchende, es ist Zeit, aktiv zu werden! 

Sei­en Sie der Kon­kur­renz einen Schritt vor­aus und betrei­ben Sie pro­fes­sio­nel­les Per­so­nal­mar­ke­ting. Befol­gen Sie mei­ne 12 Tipps zur Erstel­lung von Stel­len­an­zei­gen und Stel­len­aus­schrei­bun­gen und Sie wer­den sehen, dass sich Ihre Bemü­hun­gen auszahlen.

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